ALTES HEILWISSEN IN EUROPA

Nachdem ich mich viel mit Hinduismus, Buddhismus und einigen Heilmethoden aus den asiatischen Ländern beschäftigt habe, komme ich immer wieder zu dem gleichen Schluss.

Was diese alten Traditionen uns hier in Europa vor allem voraus haben ist die Tatsache, dass sie ihre Bräuche über Jahrtausende beibehalten durften und ihre Schriften erhalten wurden. Alles Heilwissen, was auch schriftlich dokumentiert war, wurde durch Verbrennung, Verhetzung der Heilwissenden und vor allem durch die Zwangskonvertierung der Kelten vernichtet. Unvorstellbar, dass wir uns in Europa so eine mächtige Wunde selber zugefügen konnten. Bis heute gelten unsere eigene Intuition, unsere eigenen Heilkräuter als esoterisch verpönt. Statt dessen lassen wir uns irgendwelche Wunderbeeren aus fernen Ländern einfliegen, während wir sämtliche heimischen Heilkräuter erbarmungslos als Unkräuter aus der Erde reißen. TCM, Ayurveda und sämtliche fernöstliche Methoden gelten als modern und liegen immer mehr im Trend, während viele unserer eignen Heiler noch immer ängstlich hinter verschlossenen Türen agieren. Zu tief sitzt noch die Verletzung, verbrannt, geächtet, ausgegrenzt und verhöhnt zu werden. Sämtliche Gesetze schränken diese Menschen in ihrem Wirken ein. Erst seit wenigen Jahren ist es geistigen Heilern überhaupt erlaubt, sich als solche zu zeigen. Sicherlich, es gibt einige Blindgänger, vor denen man die Menschen auch schützen muss. Aber die gibt es überall auf der Welt. Wie oft schon wurden und wird Gottes Namen und die von ihm verliehenen Gaben missbraucht? Und dennoch darf es nicht sein, dass aufgrund von Einzelnen das wunderbare Wirken Vieler erstickt wird. Es sind in diesem Zeitalter so viele Seelen auf der Erde, die durch ihre Talente und Gaben Gottes Licht auf diese bringen und ihr Leben danach ausrichten, die Menschen und die Welt zu heilen. Lassen wir sie wirken und ihre Arbeit tun! Lasst uns alle Gottgegebenen Talente in die Welt bringen, damit wir sie so schön und lichtvoll gestalten, wie sie eben sein kann.

Lange vor der Christianisierung wussten die Kelten über die Macht von Energien. Die Druiden verbanden sich mit dem Göttlichen, lasen die Sterne, um so die göttlichen Botschaften für ihre Volk zu erhalten. In gleichem Maße verbanden sich die Heilerinnen mit der Erde, wussten um die Heilkraft der Kräuter und nutzten die Energie der „Quelle“ um Erde und Menschen zu heilen. Ihr Wirken setzte sich zusammen aus dem gelernten Wissen und der Anbindung an das geistige Heilwissen. Das Empfangen von Heilbotschaften von Göttern oder Geistführern war normaler Bestandteil ihres Wirkens. Was wir also heute als Channeln durch medial veranlagte Menschen bezeichnen, war seinerzeit also ein fast normaler Informationskanal, der durch Druiden und Heilerinnen genutzt wurde.

Aber selbst wenn man nicht so weit zurückgehen möchte kann man das Wissen über Heilkundige überall auf der Welt finden. Neben den Menschen in fernöstlichen Ländern wissen auch alte wie wir sie nennen „Naturvölker“ um die Existenz von Heilern, Sehern, Schamanen. Diese Menschen werden um ihrer Fähigkeiten und Weisheit wegen geehrt und geachtet, während wir hier in Europa diesen Menschen mit Misstrauen begegnen.

Schauen wir uns also die gesamte Welt an so ist es doch sehr erstaunlich, wie engstirnig hier gewirkt wird. Zwar wird gesehen, wie häufig die Schulmedizin an ihre Grenzen gerät, wir uns aber gesellschaftlich immer noch weigern anzuerkennen, dass es eine Welt gibt, die weitaus größer ist, als wir gerade in der Lage sind, wissenschaftlich zu erfassen.

Und während wir noch versuchen, alles rational zu kategorisieren und in Schubladen zu packen, werden auf dieser Welt immer mehr Menschen wach. Noch nie zuvor waren so viele Heiler oder Lichtarbeiter auf der Welt inkarniert, und noch nie wurden so viele Kinder auf die Erde geschickt, die von vornherein viel Wissen mitbringen und diese Welt, so wie wir sie bislang gestaltet haben, vollkommen in Frage stellen. Wir dürfen auf eine bessere Welt hoffen. Eine in der es möglich ist zu lieben und das Herz zu öffnen. Eine Welt voller Mitgefühl, Kreativität und Nächstenliebe. Sicherlich, sie wird nicht morgen schon da sein, es geschieht in kleinen aber stetigen Schritten, und es wird auch sicherlich noch eine ganze Weile dauern, bis wir gelernt haben, friedlich und in Liebe zu leben. Aber es wird geschehen und wir alle haben – jeder für sich – die Möglichkeit, jeden Tag unseren Beitrag dazu zu leisten, diese Welt mitzugestalten.

Indem wir Altes loslassen, all diese alten Glaubenssätze, die uns einschränken und kleinmachen zurücklassen und anfangen, uns selbst zu glauben, unserem Gefühl und unserer Intuition zu vertrauen.

Indem wir uns erlauben, unseren Berufungen zu folgen anstatt resigniert einen Beruf auszuüben, der uns frustriert, erschöpft, unglücklich macht und am Ende ausbrennen lässt.

Indem wir uns erlauben, frei zu sein, statt in irgendwelchen Systemen hängen zu bleiben, die von uns verlangen, uns anzupassen, nicht zu sehr zu strahlen, nicht zu hinterfragen und Lebensplänen zu folgen, die andere definiert haben.

Indem wir uns erlauben freie mit Liebe gefüllte Beziehungen zu führen, sei es mit unseren Partnern, Familienmitgliedern, Freunden oder auch Kollegen.

Erlauben wir doch uns und ihnen, so wunderbar zu sein, wie wir und sie es wirklich sind! Ohne zu verurteilen. Ohne festzulegen, wie wir und sie zu sein haben. Erlauben wir uns doch allen häufig, laut und herzlich zu lachen! Generell lauter zu sein.

Gerade in einem Land wie Deutschland sind die Menschen darauf bedacht, so leise wie möglich zu sein. Sämtliche Menschenlaute in Bussen oder auf der Strasse, ja sogar in der eigenen Wohnung sind häufig partout unerwünscht. Wie verrückt!

Unsere Stimme ist dazu da, damit wir uns ausdrücken können. Um miteinander zu reden, um zu singen, alleine oder als Chor, ohne Anspruch an Perfektion. Wir kommen (fast) alle mit einer Stimme zur Welt, also nutzen wir sie doch! Um unsere Wahrheit zu sprechen, mitzuteilen, was uns bewegt und was wir uns wünschen. Es muss nicht immer alles richtig, perfekt und fehlerfrei sein. Keiner von uns kommt mit einem Musiknotenblatt auf die Welt, von keinem wird erwartet, dass er den Ton sofort trifft. Aber wir dürfen üben, es immer wieder versuchen, und dieses wundervolle Instrument nutzen, mit dem Gott uns ausgestattet hat.